Anreize für den Rauchstopp


Frühe Gesundheitsverbesserungen
Anreize für den Rauchstopp

Welche Gesundheitsschäden bei langjährigem Tabakkonsum drohen, wissen die meisten Rauchern. Doch welche positiven Auswirkungen ein Rauchstopp bereits wenige Minuten nach der letzten Zigarette auf die Gesundheit hat, die wenigsten. Eine Auflistung positiver Aspekte.
Sollten sie es bei ihrer Vorfreude auf die Morgenzigarette vergessen – die Schockfotos auf den Zigarettenschachteln erinnern Raucher an die zahlreichen gesundheitlichen Konsequenzen des Rauchens: Das jahrelange Inhalieren von Tabakrauch schädigt nicht nur die Lunge (beispielsweise durch eine chronische obstruktive Lungenerkrankung), das Herz (etwa durch eine koronare Herzkrankheit), sondern begünstigt auch die Entstehung von zahlreichen Krebserkrankungen wie Kehlkopf- oder Nierenkrebs. Doch trotz ernstgemeinter Versuche, mit dem Rauchen aufzuhören, siegt bei Betroffenen oft das Verlangen nach einem erneuten Zigarette.

Positive Auswirkungen eines Rauchstopps bereits nach 20 Minuten
Damit der nächste Versuch aufzuhören gelingt, hilft es, sich die positiven Auswirkungen eines sinkenden Nikotinkonsums zu vergegenwärtigen. „In jedem Fall verringert sich das Lungenkrebsrisiko deutlich“, betont Horst Gentner vom Serviceteam der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Ansbach. „Nach zehn Jahren ohne zu rauchen hat sich dieses Risiko bereits halbiert. Und nach insgesamt 15 Jahren ist sogar das Risiko für koronare Herzerkrankungen auf Nichtraucher-Niveau gesunken.“

Doch Entschlossene müssen nicht solange warten, bis sie die ersten positiven Auswirkungen des Rauchstopps auf ihre Gesundheit bemerken. Der Körper bedankt sich schon viel früher für das konsequente Durchhaltevermögen:

  • 20 Minuten nach dem Rauchstopp: Blutdruck, Körpertemperatur und Herzschlag normalisieren sich.
  • 48 Stunden danach: Gerüche und Düfte werden wieder besser wahrgenommen, auch der Geschmacksinn verbessert sich.
  • 3 Tage danach: Die lähmende Wirkung des Nikotins auf die Flimmerhärchen der Atemwege lässt nach.
  • 2 Wochen bis 3 Monate danach: Der Kreislauf stabilisiert sich, und die Lungenfunktion verbessert sich um rund 30 Prozent.
  • 1 Jahr danach: Das Risiko für koronare Herzerkrankungen ist nur noch halb so hoch wie das eines Rauchers.
  • 5 Jahre danach: Je länger die letzte Zigarette zurückliegt, desto mehr sinkt das Schlaganfall-Risiko. Die Gefahr für Krebs in der Mundhöhle, Luft- und Speiseröhre sowie in der Harnblase halbiert sich. Bei Frauen sinkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs auf das Niveau einer Nichtraucherin.

Auch die Gesundheit der Familie profitiert bereits am ersten rauchfreien Tag vom Rauchstopp, da die Familienmitglieder den Tabakrauch nicht mehr passiv einatmen müssen. „Es lohnt sich also, mit dem Rauchen aufzuhören“, betont Gentner. Ein entschlossener Wille ist für das Aufhören genauso wichtig wie ein Grund, der eine große rationale und emotionale Überzeugungskraft auf den Raucher ausübt: Von der Gesundheit des eigenen Kindes über die Angst, später ebenfalls eine gelbliche Raucherhaut oder -zähne zu haben, kann alles motivieren.

Positive Gefühle beim Blick in den Geldbeutel
Darüber hinaus wirkt sich das Durchhaltevermögen auch auf den Geldbeutel aus: Bei einem Preis von circa 5,00 Euro pro Schachtel sparen Betroffene bei 19 Zigaretten pro Tag:

  • am Tag:         5,00 €
  • im Jahr:         1.825,00 € (10 Tage Wanderurlaub in der Toskana zuzweit)
  • in 10 Jahren:   18.250,00 € (ein neues Auto mit vielen Extras)


Diese Liste können Raucher mit noch weiteren, auch persönlicheren positiven Gefühlen fortsetzen – und so den „Vorzügen“ des Nikotins ein überzeugendes Gegengewicht entgegensetzen, was Sie vom Griff nach dem nächsten Glimmstengel abhält.

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