Intensiver Sport durch HIT


Muskelaufbau in kurzer Zeit
Intensiver Sport durch HIT

Vom Hoch-Intensitäts-Training versprechen sich Sportler einen schnellen Muskelaufbau bei gleichzeitig schnell einsetzender Fettverbrennung. Für wen sich das Konzept eignet und was beim Training zu beachten ist.
Im Kraftsport und Bodybuilding ist es ein gängiges Konzept: Im Gegensatz zu anderen Modellen werden beim Hoch-Intensitäts-Training (High-Intensity-Training, HIT) die Muskeln in möglichst kurzer Zeit zur absoluten Erschöpfung trainiert. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von intensiven Reizen. „Das Training selbst ist dabei in Intervalle unterteilt, zwischen denen kurze – teilweise aktive – Pausen eingelegt werden“, erklärt Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der Barmer GEK. „Eine Einheit dauert daher auch nur zwischen 45 bis 60 Minuten, die es allerdings in sich haben – und zwar so sehr, dass sich ein Ich-kann-nicht-mehr-Gefühl einstellt.“ Damit sich die Muskeln regenerieren, sollten Sportler nicht mehr als zwei- bis dreimal die Woche trainieren. In der Ruhephase nehmen die Muskeln an Masse zu.

Unerfahrene Sportler benötigen GrundfitnessFür Vielbeschäftigte, die im Alltag neben der Arbeit und privaten Verpflichtungen kaum Zeit für regelmäßigen Sport haben, mag das Konzept verlockend klingen. Der Sportwissenschaftler Möhlendick gibt jedoch Folgendes zu bedenken: „Gerade Anfänger sollten nicht so ohne Weiteres nach dem HIT-Konzept trainieren. Denn auch wenn beispielsweise Fitness-Studios mit schnellen Trainingserfolgen für die HIT-Methode werben, benötigen Sporteinsteiger eine Grundfitness, damit der Körper die Belastungen einer hohen Intensität überhaupt aushalten kann.“
HIT für erfahrene Sportler geeignet
Anders sieht es bei erfahrenen Sportlern aus: „Unterschiedliche Studien zeigen, dass die vielen intensiven Reize in kurzer Zeit zu einer Leistungssteigerung führen. Daher kann es für ambitionierte Hobbysportler und natürlich auch für Profis sinnvoll sein, ab und an bis an die persönliche Belastungsgrenze zu gehen“, bemerkt Möhlendick.

Vorher Medizin-Check durchführen lassen

Im Ausdauersport gibt es ein vergleichbares Trainingsmodell, das Hochintensive Intervall-Training (HIIT). Beim Laufsport wechseln sich harte Sprints mit lockeren Joggingseinheiten ab. HIIT-Einheiten dienen dabei als Ergänzung zu dauerhaft angewendeten Übungen. Das individuelle Trainingsziel und individuelle Voraussetzungen wie die Regenerationsfähigkeit entscheiden, wie oft Sportler HIIT tatsächlich durchführen. Denjenigen, die sich für die Konzepte interessieren, empfiehlt der Sportwissenschaftler vorab einen Medizin-Check, um den Bewegungsapparat und das Herz-Kreislauf-System überprüfen zu lassen.

News

Hitzestress bei Depression
Hitzestress bei Depression

Was ist die Ursache?

Menschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das so?    mehr

Kein Survival-Schwimmen für Babys!
Kein Survival-Schwimmen für Babys!

Gefährlich statt lebensrettend

Videos von Babys, die scheinbar mühelos im Wasser treiben oder sich selbst retten, gehen in den sozialen Medien millionenfach viral. Doch steckt hinter dem sogenannten Survival-Schwimmen wirklich ein Sicherheitsgewinn – oder birgt der Trend sogar Risiken?   mehr

Tennis und Joggen bei Hüftarthrose
Tennis und Joggen bei Hüftarthrose

Nicht pauschal verbieten!

Viele Menschen mit Arthrose meiden Laufen, Tennis oder Skifahren aus Angst vor weiterem Gelenkverschleiß. Neue Studiendaten machen jedoch Hoffnung: Bestimmte belastende Sportarten scheinen das Risiko für einen Gelenkersatz nicht zwangsläufig zu erhöhen.   mehr

So kommen Beinvenen in Schwung
So kommen Beinvenen in Schwung

Für alle, die viel stehen müssen

Wer beruflich viel stehen muss, mutet seinen Beinvenen einiges zu. Mit den richtigen Schuhen und Strümpfen, kalten Duschen und einfachen Übungen lässt sich die Venengesundheit fördern.   mehr

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Kur-Apotheke
Inhaber Farzan Nikzad Alhosseni Dehkordi
Telefon 06173/94 09 80
E-Mail info@kurapotheke-kronberg.de